
Viele Gespräche habe ich im KunstMobil. Jeden Tag schauen andere Menschen herein und nicht immer ist diese Unterbrechung oder Begleitung zur Künstlerischen Arbeit hilfreich. Manchmal sind die Gespräche so intensiv, dass ich nichts malen kann. Aber dieses Projekt habe ich eben auch deswegen gemacht um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Über das Gespräch zu meiner Arbeit sind viele meiner Besucher mit mir schnell zum Thema Kreativität gelangt. Scheinbar ist die Frage nach der Kreativität ein Punkt von Interesse. Das schöpferische Gestalten schafft für Menschen, die streng in die Arbeitswelt integriert sind Freiräume. Freiräume, die sie sonst nicht so selbstbestimmt gestalten könnten. Für mich ist das anderes, ich habe zwar auch viele schöpferische Freiräume, aber für mich ist dies die Arbeit, der Alltag. Es hat sich sogar geradezu zum Lebensstil entwickelt. Eine Besucherin bringt zum Beispiel den Gedanken mit, dass Kreativität nicht nur in gestalterischen Arbeitswelten gebraucht wird, sondern dass diese Kraft auch für viele andere Bereiche der Gesellschaft belebend wirken könne. Ein anderer Besucher fragt, wie man denn loslassen könne um an die Kraft der Kreativität zukommen. Das Thema Natur ist natürlich auch ein Gesprächspunkt, der durch meine Installation zu der Frage "Was ist Natur?" angestoßen wird. Fotos werden gebracht und es wird erzählt, was da so wichtig ist. Ich stelle fest, dass viele Fotos von Urlaubserlebnissen sind und ich frage mich, ob wir denn hier an unserem Lebensort keine schönen Naturerfahrungen haben. Dann frage ich mich zwangsläufig: "Warum schöne Naturerfahrungen?" Natur ist nicht immer wunderschön und harmonisch, das sind menschliche Wertungen. Ein Freund schreibt mir als Kommentar in einer E-Mail zu meinem Thema: .....die Natur können wir nicht bezwingen, denn wir sind auch nur ein Teil von Ihr, und wenn wir mal nicht mehr auf den Kontinentalplatten hin- und herfliegen könne, dann presst sie uns in eine ganz kleine Gesteinsschicht, die dann unter all dem Gewusel auf der Oberfläche vor sich hin wartet bis sie wieder eingeschmolzen wir..."

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