Dienstag, 16. Februar 2010

Schnee und Rosenmontag

Heute ist Rosenmontag, aber auf meinem Weg von der S-Bahn zum "Offenen Atelier" sehe ich keine Narren. Nicht mal ein verkleidetes Kind läuft mir über den Weg, nur am Rathaus hängt noch die Fahne der Querköpfe.
Im Atelier ist es schön warm, ich drehe die Heizung ein bisschen runter. Die Sonne scheint trotz Schnee und Kälte hell durchs Fenster. Es ist wenig los, da draußen. Es sind Schulferien. Die Busse kommen und gehen und nur ein paar Menschen steigen ein und aus. Als ich zu malen beginne steht ein junger Mann an der Haltestelle und schaut immer mal wieder durchs Fenster zu mir. Er wartet bestimmt noch 30 Minuten auf seinen Bus, traut sich aber nicht zu mir ins Warme. Als die Tür sich dann doch noch öffnet kommt der alte Bekannte vom ersten Arbeitstag, sagt: " ich habe einen Spruch für Ihr Buch", und trägt sich ganz schnell ein. Eigentlich will er gleich wieder gehen, bleibt aber doch noch ein bisschen und erzählt mir wie meine Bilder von außen auf Winnenden wirken. Das hellgrüne "Blütengraffiti" gefällt ihm und vorallem, die auf den Bus wartenden Menschen, die sich darüber spiegeln.
Später kommt eine Freundin und bringt mir ein Foto einer Rose. Sie ist stolz: "Diese Rose hat in meinem Garten geblüht". Ich stürze mich ins Dunkelblau als sie fort ist und beackere meine Leinwand. Noch zwei Besuchereinnen kommen und gehen. Auf dem Weg zur Bahn um 14 Uhr merke ich wie müde ich bin und denke: "Es hat sich wieder gelohnt".

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